Bathtub Gin

cimg6110 09.09.2016 – Bathtub Gin

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Gin herzustellen. Solange Wacholder der Hauptgeschmacksträger ist und eine gewisse Alkoholstärke erreicht wird, kann man seinen Schnaps „Gin“ nennen.

Aber Gin ist nicht gleich Gin. Zum Beispiel kann meine eine grobe Unterscheidung zwischen destilliertem Gin und Bathtub Gin treffen. Destillierten Gin kann man wiederum kategorisieren, das ist aber ein anderes Thema.

Dein Gin ist ein „Bathtub Gin“.

Unter dem Begriff „Bathtub Gin“ verstand man in den 1920ern ausschließlich  sogenannten „Badewannen-Gin“. Also Gin, der  zu Hause unter einfachsten Bedigungen selbst gemacht wurde. Das erste Mal fiel diese Bezeichnung wohl in den 1920er Jahren – zu Zeiten der Prohibition in den USA.

Da Gin zu den meistgetrunkenen Hochprozentigen dieser Zeit gehörte, gab es viele Variationen, bei denen billige, selbsthergestellte Destillate mit Wasser und Wacholder versetzt worden sind.

Weil die Flaschen zu groß waren, um sie unter dem Wasserhahn zu befüllen, musste man das Wasser aus dem Badewannenzufluss nehmen, praktischerweise hat man dann den Wacholder in der Badewanne gleich dazugetan. Dadurch entstand vermutlich der Begriff „Bathtub Gin“. Damals wurde Gin also tatsächlich in der Badewanne gemacht!

Viele (ausschließlich illegale – Prohibition!) Destillen- und Badewannenbesitzer haben so im eigenen Badezimmer oder in dreckigen Schuppen (siehe Foto 😉 ) oder zwielichtigen Hinterhöfen selbst Gin gemacht, indem schlechtes Destillat mit Wacholderbeeren vermischt worden ist und dann abgefüllt wurde. Dieser Gin hatte oft keine gute Qualität und führte sogar oft zu Gesundheitsproblemen bei Gintrinkern: Kein Wunder, einen Qualitätsstandard oder offizielle Kontrollen gab es ja nicht.

Heute ist das anders.

Wir bei Dein Gin beziehen bereits mehrfach destillierten Alkohol aus Deutschland, der höchsten Ansprüchen genügt. In einer regelmäßig kontrollierten, lebensmittelechten Küche arbeiten wir unter der Einhaltung aller einschlägigen Hygienevorschriften.

Dein Gin kommt nur mit Deinen ausgewählten Zutaten und unseren feinen, lebensmittelechten Filtern (in verschiedenen Stärken) in Berührung. Eine Unreinheit, die man durch wiederholte Destillation beseitigen müsste, kommt bei uns nicht in Frage. Im Gegenteil: Durch die mehrfache Kaltfiltrierung können die natürlichen Aromen viel intensiver erhalten bleiben und werden nicht aus Deinem Getränk herausdestilliert. Eine weitere Folge der Filtration im Gegensatz zur Destillation ist, dass der natürliche Farbstoff Deiner Zutaten im Getränk bleibt. Dein Gin hat Farbe!

Das Image als „unreine“ oder „ungesunde“ Spirituose loszuwerden, ist manchmal gar nicht so einfach, wenn man keine Enddestillation vornimmt. Fakt ist jedoch, dass Lebensmittelrecht, Hygienevorschriften und gewissenhafte Arbeitsweise zu ganz anderen Ergebnissen führen, als noch in den 1920ern. Das haben inzwischen auch andere, größere Spirituosenhersteller erkannt.

Abschließend deswegen Fremdwerbung in eigener Sache: Wer sich näher mit dem Thema „Bathtub-Gin“ beschäftigen möchte und uns bei deingin.de vielleicht noch nicht ganz vertraut, bestellt einen Professor Cornelius Ampleforth’s Bathtub Gin. Dieser wird, genau wie unser Gin, im Cold Compounding-Verfahren hergestellt.

Cheers.