Cocktails II

07.02.2018 – Negroni

Der Autor dieses Beitrages hat sich in einen Cocktail verguckt. So sehr, dass er seine flüchtige Bekanntschaft in die Öffentlichgkeit hinausposaunen muss, um nicht vor Begeisterung zu platzen.

Eigentlich ein sogenannter pre-dinner, also ein Cocktail der vor dem Essen, wahlweise länger vorher oder direkt vorher als Aperitif, getrunken wird. Der Negroni taugt  in jeder Lebenslage, macht keine halben Sachen und schmeckt noch dazu.
Man braucht:

 

  • 3 cl Gin
  • 3 cl Campari
  • 3 cl süßen, roten Wermut (Wer… was?).

Alles zusammen muss nicht geschüttelt oder gerührt werden, das Mischen erledigt sich aufgrund der wenigen, mischfreundlichen Zutaten von allein im Glas. Nur das Eis sollte bereits im Glas sein, sonst spritzt es beim Einfüllen der (möglichst großen) Eiswürfel.

Campari, Wermut und die allermeisten Gins verstehen sich gut mit Orange, als Garnitur kommt sie durchaus in Betracht. Das findet übrigens auch die International Bartender Association, die den Negroni in ihre Reihe der „Unforgettables“ aufgenommen hat. Am besten eignet sich hier ein ginstallierter Gin mit starker (4 oder 5) Orangenintensität und ohne Zugabe von Wurzel oder Gewürzaromen. Wer möchte, kann seinen Negroni-deingin-Gin noch mit Blütenkopfaromen ausstatten, Holunderblüte mit einer winizigen Intentsität (1, maximal 2), beispielsweise. Einfach lecker!

Versucht es. Vor dem Essen ist der Negroni eine moderne Interpretation des klassischen „Bitters“, der so häufig als Aperitif gereicht wird. Nach dem Essen taugt er allemal für einen geselligen, lustigen Abend.

Wem die ganze Angelegenheit immernoch zu bitter ist, der gießt das Glas mit Oragensaft auf. Sollte man aber nur im äußersten Notfall tun.

Cheers!