Gin kann alles – auch Cocktails.

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26.08.2016 – Gin kann alles – auch Cocktails.
Wie Du Deinen Gin noch genießen kannst.

Einer der dreifreunde war neulich im Urlaub (siehe Foto). Bei 35 Grad Hitze, schwüler, feuchter Luft, Moskitos und mit Meeresrauschen im Hintergrund bekommt man schnell Lust auf Gin – logisch.

Aber als Longdrink?! Was, wenn man es fancy haben möchte? Urlaubsangemessen, sozusagen. Urlaubszeit ist Cocktailzeit.
Setzt man sich ein wenig mit dem Thema auseinander, findet man schnell heraus, dass Gin eine sehr weit verbreitete Cocktailzutat ist. Gin ist eine alte, klassische Spirituose und gehört sogar zu den traditionsreichsten Longdrinkzutaten und Cocktailzutaten der Welt.

Hier einige Vorschläge, wie ihr euren Gin von DeinGin.de in einen Urlaubscocktail einbaut, sogar mit kleiner Begründung.*

Der New York: 4cl Gin, 6 Minzblätter, 2cl Limettensaft, 2cl Zuckersirup, Gingerbeer zum Auffüllen
Der New York ist ein ziemlicher Klassiker und wird von fast jedem Gintrinker gemocht. Egal welchen Geschmack man hat, mit ein paar Eiswürfeln im Longdrinkglas geht der New York immer. Der New York ist ein leicht geänderter „Mule“, bekannt vom Moskau Mule. Mainstream… aber richtig gut, eben wie New York. Den Gin mit Minze vorginstallieren hilft dem Cocktail noch weiter auf die Sprünge.

Der Sankt Petersburg: 4cl Gin, 1 Orangenscheibe, eine halbe Zimtstange, TonicWater zum Auffüllen
Wenn es richtig knackig kalt ist, schmeckt der Sankt Petersburg am besten. Den Gin mit kaltem TonicWater aufgießen, eine Orangenscheibe in das Glas geben, ca. einen Zentimeter von der Zimtstange darüberreiben (Muskatreibe eignet sich hervorragend) und den Rest der Zimtstange ins Glas geben. Ohne Eiswürfel servieren. Den Gin mit hoher Orangenintensität vorginstallieren und volles, rundes Orangenaroma mitnehmen.

Der Mahé: 3cl Gin, 3cl Limettensaft, 1cl Grenadine, 1cl Zitronensaft, Orangensaft zum Auffüllen.
Wenn es heiß ist, schmeckt diese Sex on the Beach Variante. Glas mit Eiswürfeln füllen, Gin, Limettensaft, Grenadine und Zitronensaft in das Glas geben. Mit Orangensaft auffüllen. Ein Stück Ananas als Dekoration wirkt manchmal zusätzliche Wunder. Den Gin mit hoher Wacholderintensität und ohne Samen- und Kapselaromen (vgl. die Kategorisierung in unserem Ginstallateur) vorginstallieren, um den besten Effekt zu erhalten.

Der London: 5cl Gin, 1cl trockener Wermut
Der Klassiker schlechthin, James Bond mochte seinen geschüttelt, nicht gerührt. Egal wie, der Drink muss ein vorgekühltes, eiskaltes Glas gegeben werden. Die Temperatur spielt eine sehr wichtige Rolle, deswegen ist der Drink auch rasch auszutrinken! Klassisch wird ein Martini gerührt, so bleibt der Drink im Glas klar. James Bond trinkt den Marti… äh… „London“, wie gesagt, geschüttelt: Hier wird der Drink durch das Schütteln mit Eis im Shaker schneller kalt, ist aber im Glas milchig-trüb. Ansichtssache. Den Gin nach Belieben ginstallieren.

 

*Der Autor dieses Beitrages hat einen nicht unerheblichen Teil seines Lebensunterhalts mit der Arbeit in Bars, in Discotheken, bei Festivitäten und in Restaurants in und um Hannover (gelegentlich auch andernorts) bestritten. Einzige Erkenntnis hinsichtlich der korrekten Nomenklatur und Rezeptur von Cocktails ist, dass es keine „einzig-richtige, ultimative, auf-jeden-fall-zutreffende“ Variante gibt.
In Amerika zum Beispiel macht man Sex on the Beach oft mit Cranberrysaft. In Deutschland nicht so, da nimmt man lieber Grenadine, Orangen- und Ananassaft. Manchmal noch Zitronensaft. Viele machen Pfirsichlikör dazu, manche lassen Orangensaft weg und nehmen stattdessen Preiselbeersaft. Es kommt immer darauf an, wen man fragt: Die International Bartender Association, berühmte lokale Barkeeper oder Wikipedia. Erlaubt ist, was gefällt: Wichtig ist, dass man nicht von einer Variante dermaßen überzeugt ist, dass man die eigene Neugierde und seine Offenheit für neue, potentiell leckere, Drinks verliert.