Nicht so viel!

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Nicht so viel!
Weniger ist eben doch mehr…
02.12.2016

Wir freuen uns, dass der Ginstallateur (bis auf eine Kinderkrankheit – keiner von uns ist Informatiker, das hat sich kurz gerächt – ist aber inziwschen behoben) gut funktioniert und schon einige Bestellungen bei uns eintrudeln.

Das Bestellaufkommen bewegt sich ungefähr in der Größenordnung, die wir erwartet hattten. Mit der Produktion kommen wir also hinterher, keiner ist enttäuscht, keiner ist aber auch völlig euphorisiert. Gutscheine sind häufig nachgefragt, das freut uns besonders. Ein rundum gelungener Start? Kann man wohl so sagen.

Gleichwohl ist uns aufgefallen, dass viele Ginstallateurinnen und Ginstallateure alle 5 Zutatenslots bei der Ginstallation ausnutzen. Das ist zwar erlaubt, wundert uns jedoch ein wenig.
In unserem Guide raten wir eindringlich dazu, bei den ersten Ginstallationen das Zutatenmaximum nicht auszuschöpfen. Erfahrene Ginstallationsmeisterinnen und -meister können zwar 5 Zutaten auswählen, die gut zusammen passen, dürfen aber selbst dann gespannt auf ihr Ergebnis sein! Zu empfehlen sind 2 bis 3 Zutaten (neben Wacholder).

Weniger ist mehr, ein gewisses Auge für die Kombination verschiedender Zutaten ist fast unumgänglich. Das hat mehrere Gründe:

  1. Aromen existieren nicht perfekt differenzierbar nebeneinander, sondern vermischen sich. So kommt es, dass bei vielen Zutaten ein Aromadurcheinander entstehen kann, dass nicht nur undifferenziert schmeckt, sondern auch einen ganz neuen Geschmack ergibt.
  2. Wer eine oder zwei Zutaten wählt, wird nicht enttäuscht: Unser Gin schmeckt durch seinen Alkoholgehalt und die zwangsläufige Zugabe von Wacholder ohnehin schon nach Gin. Weitere Zutaten sind ein Add-on zu diesem Gingeschmack. Wer ginstalliert, will dieses Add-on dann auch schmecken. Je weniger Geschmackswirrwarr in Deinem Gin herrscht, umso eher kannst Du Deine Ginstallation auch wiedererkennen und bist erfreut.

So kommt es, dass wir häufig zu Gins raten, die neben Wacholder NUR Tasmansichen Bergpfeffer enthalten. Das ist schon exotisch und interessant genug.

So kommt es auch, dass wir zu Gins raten, die Holunderbeere und Holunderblüte enthalten. Da kann man sicher sein, dass ein identifizierbarer, deutlicher Geschmack mitschwingt.

Unser Apell für diese Woche: Ginstalliert! Aber Ginstalliert mit Bedacht, wir würden uns sehr freuen.

Bis zum nächsten Mal!